Wie Du einen Blogartikel schreibst: 10 Schritte + Anleitung

Du betrittst Dein Lieblingscafé und lauschst den Geräuschen: Kaffeemaschine, monotones Stimmgewirr und was noch? Tippen. Schnelles Tippen, das von flachen Laptops rüber schwappt. Ob die wohl alle Blogartikel schreiben? Viele wahrscheinlich schon.

Blogartikel schreiben kann doch jeder, oder? Theoretisch schon. Es kann allerdings nicht jeder Artikel schreiben, die gerne gelesen und fleißig geteilt werden. Dafür brauchst Du Wissen, ein paar SEO-Handgriffe und Lust am Schreiben. Ein solider Plan kann auch nicht schaden. Wenn Du richtig gute Blogartikel schreiben willst, suche Dir einen Platz im Café, pack Deinen Laptop aus und nutze diese 10 Schritte.

Bereit? Dann legen wir gleich mit dem ersten Schritt los!

# 1: Finde eine Überschrift, die begeistert

Die Überschrift ist eine Einladung – eine Einladung in Deinen Text. Sie muss sitzen, sonst wird niemand kommen. Man kann die Überschrift auch als Versprechen an den Leser bezeichnen, dass Du dann mit Deinem Text erfüllst.

Deswegen ist es hilfreich, die Überschrift zuerst zu texten. Überlege Dir, was Du dem Leser mit Deinem Artikel bieten willst und formuliere es so knackig wie möglich. Was macht eine gute Überschrift aus?

  • Sie ist präzise und spezifisch
  • Sie verspricht Mehrwert
  • Sie ist dringlich
  • Sie ist kurz, sagt aber alles Wichtige aus

Wenn Du Blogartikel schreiben willst, die geklickt, gelesen und geteilt werden, brauchst Du eine Überschrift, die all diese Kriterien erfüllt. Das klingt jetzt aber komplizierter als es ist. Du musst das Rad nicht jedes Mal neu erfinden. Es gibt einige „Muster“, die sich bewährt haben. Die kannst Du wunderbar als Vorlage nutzen. Hier zwei Klassiker:

Zahlen und Listen

Zahlen oder Listen funktionieren zum Beispiel immer wunderbar – sie werden gerne und viel geklickt! Geht es Dir nicht auch so? Wenn wir eine knackige Überschrift im Stil von „Die 7 besten Tools …“ haben, können wir wunderbar abschätzen, was uns in dem Blogartikel erwartet. Ist er unsere Zeit wert oder nicht? Hier noch weitere Beispiele für starke List-Posts:

Blogartikel schreiben

Nutze oft Zahlen in Deiner Überschrift, wenn Du einen Blogartikel schreibst.

Anleitungen – „Wie Du…“

Wenn Du einen Blogartikel schreibst, willst Du ein Problem lösen. Deswegen funktionieren Anleitungen immer super. Sie versprechen, dass der Leser sein Problem selbst lösen kann, nachdem er Deinen Blogartikel gelesen hat. Was hältst Du zum Beispiel hiervon?

Blogartikel schreiben

„Wie Du“ eignet sich super für Blogartikel. Leser freuen sich auf deine Lösung!

Hier gibt es noch mehr Infos zu klickstarken Überschriften. Bevor Du Deinen Blogartikel schreibst, nimm Dir eine gute halbe Stunde Zeit für die Überschrift. Recherchiere, wie es die anderen machen. Dafür kannst Du auch Tools, wie Buzzumo nutzen. Oder Du scannst einfach die ersten zehn Ergebnisse bei Google.

# 2: Recherchiere so viel Du kannst

Wie schreibt man einen Blogeintrag, der wirklich weiterhilft? Man geht ins Detail. Wenn Du eine richtig gute Überschrift, ein Versprechen, getextet hast, recherchiere, so viel Du kannst. Gib zum Beispiel Dein Haupt-Keyword bei Google ein und lies Dir die ersten 10 bis 20 Artikel durch. Es wird schließlich einen Grund haben, dass sie gut ranken. Finde heraus, welcher Grund das ist und schreibe besser. Biete mehr als die Konkurrenz!

Versuchs auch mal mit englischen Suchbegriffen oder Suchphrasen. Finde heraus, an welcher Stelle Du noch mehr ins Detail gehen kannst, als die anderen. Filtere die besten 20 dann erneut: Sortiere alle aus, die oberflächlich oder unprofessionell wirken.

Als nächstes liest Du alle Quellen, die jetzt noch offen sind, aufmerksam durch. Lass die Seiten am besten die ganze Zeit offen – später willst Du vielleicht die ein oder andere verlinken.

Öffne Dir ruhig ein neues Word-Dokument oder nutze ein Programm wie Writemonkey und notiere Dir schon mal besonders wichtige Sätze, Überschriften und Quellen. So verhinderst Du Schreibblockaden wunderbar.

# 3: Finde die richtigen Keywords und nutze sie mit Bedacht

Wer einen ausführlichen Blogartikel schreibt, will auch, dass er online gefunden wird. Damit das passiert, braucht Dein Artikel Optimierung. Das funktioniert bei Texten hauptsächlich mithilfe von Keywords. Keywords sind Suchanfragen und Begriffe, die User bei Google eingeben.

Nutzt Du in Deinem Blogartikel Keywords, die ein hohes Suchvolumen und wenig Wettbewerb haben, stehen Deine Chancen für ein gutes Ranking nicht schlecht. Am besten definierst Du ein Haupt-Keyword und ein paar Neben-Keywords. Um herauszufinden, auf welches Keyword Du Deinen Blogartikel optimiertest, machst Du eine Keyword-Recherche.

Wie geht das?

Es gibt ganz unterschiedliche Tools, die Du dafür nutzen kannst. Wir beschränken uns jetzt mal auf zwei Tools, die absolut kostenfrei sind.

Der KWFinder von Mangools

Mit dem KWFinder recherchierst Du schnell und einfach gute Keywords. Angenommen Du willst einen Artikel darüber schreiben, wie man ein Hochbeet anlegt. Dann gibst Du einfach mal das Keyword „Hochbeet anlegen“ in die Suchmaske ein. Nicht vergessen, Land und Sprache einzustellen. Dann siehst Du das hier.

Blogartikel schreiben mit dem KWFinder

Der KWFinder ist schön übersichtlich und überzeugt mit genauen Ergebnissen.

Das Keyword hat ein hohes Suchvolumen, aber auch einen relativ hohen Wettbewerb. Der orange hinterlegte Wert von 51 sagt uns, dass es möglich ist, mit diesem Keyword zu ranken – einfach wird’s aber nicht. Weiter unten gibt es jedoch noch ein interessantes Keyword: „Hochbeet selber bauen“. Es hat auch reichlich Suchvolumen und deutlich weniger Wettbewerb. In diesem Fall ist es also sinnvoll, dies als Dein Hauptkeyword zu verwenden.

Im nächsten Schritt legst Du dann circa drei Neben-Keywords fest, die thematisch und semantisch gut passen. Zum Beispiel „Hochbeet Holz“, „Hochbeet Bausatz“ und „Hochbeet befüllen“. Und schon hast Du relevante Keywords, um Deinen Blogartikel zu schreiben.

Der Google Keyword Planer

Der Klassiker. Allerdings ist er nach dem letzten Update etwas ungenau. Früher konnte man genau wie beim KWFinder exakte Werte ablesen. Nun bekommt man nur noch Spannen. Interessant und hilfreich ist der Keyword Planer von Google trotzdem.

Blogartikel schreiben mit dem Google Keyword Planer

Auch der Google Keyword Planer liefert viel Input, wenn Du suchmaschinenoptimierte Blogartikel schreibst.

Hier kannst Du Dir wunderbar Neben-Keywords heraussuchen. Schau Dir auch mal die ersten zehn Suchergebnisse bei Google an – welche Keywords erkennst Du? Vielleicht findest Du auch direkt neue Ideen für Artikel.

Faustregel: Keywords mit einem Suchvolumen von 100 bis 1K und mittlerem oder geringem Wettbewerb sind am besten für Blogartikel geeignet. Der Wettbewerb ist überschaubar und das Suchvolumen bringt trotzdem viele Besucher auf Deine Seite.

Keywords richtig in den Blogartikel einbauen

So, jetzt hast Du Dein Keyword-Set parat. Damit Google das erkennt, musst Du die Keywords an den richtigen Stellen einbauen. Baue Dein Hauptkeyword hier ein:

  • Title Tag (am besten am Anfang)
  • Meta Description
  • Überschrift
  • Im ersten Abschnitt
  • URL (…/hochbeet-selber-bauen)
  • Mindestens in einer Zwischenüberschrift
  • Fließtext
  • Einmal gefettet oder kursiv
  • Im Dateinamen und im Alt-Text Deiner Bilder

Achtung: Denk dran, dass Du in erster Linie für Menschen schreibst und nicht für die Suchmaschine. Achte deswegen darauf, die Keywords ganz natürlich in den Text zu integrieren. Der Laie darf nicht merken, dass Dein Blogartikel überhaupt Keywords enthält.

# 4: Blogartikel schreiben mit freier Assoziation

Jetzt geht es so richtig los. Schalte Deinen inneren Kritiker aus: Nun geht es darum, zu schreiben. Ausbessern können wir später noch. Alles, was Du zu Deinem Thema gelernt hast, schreibst Du jetzt auf. Auch hier kannst Du wieder ein Word-Dokument oder Writemonkey nutzen.

Schreibe mögliche Einleitungen, Überschriften, Zwischenüberschriften und alles, was Dir einfällt. Nutze die Kraft der freien Assoziation. Du hast viel gelesen und recherchiert. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Wissen aufs Papier zu bringen.

Mehr gibt’s hier auch gar nicht zu sagen. Fang einfach an und lass Deiner Kreativität freien Lauf.

# 5: Baue eine Struktur mit Zwischenüberschriften

Wenn Dir nichts mehr einfällt, verleihst Du Deinem Text eine schöne, übersichtliche Struktur. Nutze viele Zwischenüberschriften. Sobald Du alle relevanten Zwischenüberschriften definiert hast, füllst Du sie mit Text aus der freien Assoziation.

Wenn Du alle Textpassagen untergebracht hast, schaue Dir die Länge an: Ein Absatz sollte maximal fünf Zeilen enthalten. Riesen Textbrocken halten Deine Leser nicht im Text – sie schrecken ab. Serviere kleine Häppchen mit präzisem Inhalt.

Nutze auch viele Listen, Tabellen und Bilder – all diese Elemente halten Leser in Deinem Text. Die Verweildauer auf der Website steigt, was für Google ein sehr gutes Zeichen ist.

# 6: Fülle die Struktur und Lücken

Wahrscheinlich sind Dir noch ein paar Lücken aufgefallen. Vielleicht brauchst Du noch eine weitere Zwischenüberschrift, oder Dir fehlt irgendwo noch ein gutes Beispiel? Jetzt ist es an der Zeit, die Lücken zu füllen. Hier bietet sich eine zweite kleine Recherche an. Schreibe Blogartikel mit Tiefe! Beindrucke Deine Leser mit Details – es wird sich lohnen.

Tipp: Markiere Dir schon mal Stellen, an denen sich ein Link anbietet. Dann hast Du es später einfacher.

Zum Thema „Blog schreiben“ gibt es viele Tipps. Denke immer daran, dass Du Deine eigene Routine finden musst. Es kann zum Beispiel sein, dass es Dir besser gefällt, erst die Struktur zu erstellen. Und diese dann mit Inhalt zu füllen. Probiere verschiedene Vorgehensweisen aus – Du wirst schnell merken, wie Du Deine Blogartikel am besten schreibst.

# 7: Jetzt geht es an den Feinschliff

Herzlichen Glückwunsch! Das meiste hast Du geschafft. Jetzt geht es darum, aus einem ungeschliffenen Diamanten, einen geschliffenen zu machen. Wir fassen zusammen. Bis jetzt haben wir:

  • Knackige Überschrift
  • Sinnvolle Zwischenüberschriften
  • Lückenlosen Text mit allen relevanten Keywords

Lies Dir Deinen Blogartikel nun mehrere Male aufmerksam durch. Was fehlt? Wo musst Du noch nachschleifen? Hier kannst Du zum Beispiel noch kleine Anekdoten oder Geschichten einbauen, die Deinem Text etwas Persönliches verleihen. Am Ende dieses Schrittes ist das Schreiben komplett abgeschlossen.

# 8: Korrektur lesen muss sein!

Tippfehler schleichen sich immer ein, wenn man Blogartikel schreibt. Deswegen lies Deinen Artikel nun noch einige Male sorgfältig durch und bessere Rechtschreib- und Kommafehler aus. Wenn Du kannst, lass eine zweite Person drüber lesen.

Hilfreiche sind auch Tools, wie die Rechtschreibprüfung von Duden. Bist Du zufrieden? Wunderbar!

# 9: Baue interne und externe Verlinkungen ein

Jetzt kommen wir zu einem wichtigen Punkt: interne und externe Links. Sie sind sinnvoll für den Leser und auch SEO-relevant. Wichtig ist, dass Du nur da Links einbaust, wo sie auch wirklich Sinn machen – nichts erzwingen.

Pro Text bieten sich mindestens drei externe Links an. Externe Links verlinken auf eine andere Seite. Wenn Du zum Beispiel an einer Stelle in Deinem Artikel nicht weiter ins Detail gehen willst, verlinkst Du am besten auf einen Artikel, der sich tiefer mit dem Thema beschäftigt. So wie wir es oben bei den Überschriften gemacht haben. Damit hilfst Du Lesern wirklich weiter.

Auch interne Links sind wichtig: Sie verlinken auf anderen Content auf Deiner Seite. Zum Beispiel zu einem anderen Blogartikel oder zum Sortiment eines Online-Shops. Eine durchdachte interne Linkstruktur ist für die Suchmaschine super attraktiv. Hier gibt’s mehr Informationen zu internen Links.

# 10: Suche starke Bilder

Bilder beleben den Text. Es ist kein Geheimnis, dass Blogartikel mit starken Bildern viel mehr geklickt und geteilt werden. Eine wunderbare Plattform für kostenfreie Bilder ist Unsplash. Hier findest Du tolle, stimmungsvolle Bilder. Und das Beste: Sie sind rechtssicher. Ein Credit für den Fotografen reicht vollkommen aus.

Schön ist es auch, Blogbanner zu personalisieren – entsprechend Deines Corporate Designs. Dafür eignet sich das Programm Canva ausgezeichnet. Es ist kostenfrei und total einfach zu bedienen. Ein guter Blogbanner kann dann zum Beispiel so aussehen wie bei Janneke Duijnmaijer:

Blogartikel schreiben mit Blogbanner

Um Deine Blogartikel zu branden, kannst Du schnell und einfach personalisierte Blogbanner basteln.

Im Text selbst sind auch Screenshots oder Grafiken schön. Alles, was hilfreich ist und den Lesefluss verbessert. Videos sind ebenfalls super. Baue alle grafischen Elemente ein und stelle sicher, dass sich die Stellen gut eignen. Scrolle Deinen Blogartikel zum Schluss nochmal durch: Sieht alles gut aus?

Fazit: Wie schreibt man einen Blogeintrag?

Machen wir uns nichts vor: Einen Blogartikel zu schreiben ist viel Arbeit. Es ist nicht ungewöhnlich, sechs Stunden für einen Blogartikel zu brauchen! Aber es lohnt sich. Geh keine Kompromisse ein. Denk dran: Du musst besser sein als die Konkurrenz.

In diesem Sinne: Wir wünschen Dir viel Spaß beim Schreiben! Berichte uns gerne in den Kommentaren von Deinen Erfahrungen – was ging gut, was nicht? Oder hast Du noch weitere Tipps, um richtig gute Blogartikel zu schreiben? Erzähl uns davon!

 

Artikel in Kooperation mit Madita Schäkel

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About the Author

Pow! ;D Hey ich bin David und ich liebe die Freiheit als digitaler Nomade! Ich hatte eine klassische-erfolgreiche Karriere vor mir: Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen, 6 Monate USA als Praktikum und danach mein erster Job als Angestellter - es war die HÖLLE! Schnell habe ich gemerkt, dass ich gerne und hart arbeite, aber nicht für die Ziele von jemand anderen! Mit meiner Freundin werde ich die Welt erkunden und von überall aus arbeiten. Auf diesem Blog helfen wir dir, diesen Traum ebenfalls zu verwirklichen.

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